Isländische Landnahmehühner

Wir schauen nach Island – dort kamen um 900 n. Chr. durch die Besiedlung  der Wikinger, die ersten Nutztierrassen auf die Insel. Neben dem Islandpferd und dem Islandschaf, eben auch jene Landnahmehühner, die auf isländisch „Islenski hænsnastofninn“ heißen.

Mit dem Aufkommen der modernen Hybridhühner nach dem Zweiten Weltkrieg  starben die Tiere beinahe aus. Einige wenige Züchter verhinderten dies rechtzeitig und die Anzahl der Tiere lag im Jahre 2009 wieder bei ca. 3500.

Es gibt kein einheitliches Erscheinungsbild, es können sämtliche Farbschläge vorkommen, Federfüße oder keine, mit oder ohne Schopf, mal mit Bart und dann wieder ohne. Es ging bei der Selektion immer um größtmögliche Robustheit, Fleischansatz und Eierleistung.
In ihrer Heimat müssen sie nass-kalter Witterung trotzen und sich mit baumlosen Freiflächen zu helfen wissen.
Im Durchschnitt legen die Hennen 200 weiße bis hellbraune Eier pro Jahr, auch im dritten Legejahr lässt die Leistung nicht nach. Das Bruteimindestgewicht liegt bei 50 Gramm, Hennen im 2. Legejahr legen auch gut 60 Gramm schwere Eier. Isländische Landnahmehühner sind gute Winterleger.

Da die Tiere gerne unterwegs und gute Flieger sind, ist von einer Volierenhaltung abzusehen. Es sind keine „Kuschelhühner“, nicht scheu, aber gerne unter sich und selbstbewusst.

Die Hähne krähen nicht schrill, aber sehr durchdringend.

Hähne wiegen 1,7 – 2,0 kg – die Hennen 1,3 – 1,5 kg.

Isländische Landnahmehühner

Wir bedanken uns sehr herzlich für die freundliche Unterstützung bei Frau D. Sroka-Zippel (C)

Ein Gedanke zu „Isländische Landnahmehühner“

  1. Haben selbst isländische landnahmehühner, sind ruhige, unauffällige, zutraulich Tiere, die auch im Winter legen und das erstaunlich große Eier im Vergleich zu ihrem Gewicht – unsere Italiener legen auch kaum größere Eier.

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