Hitzeschutz für Geflügel

Einfache Hilfe für heiße Sommertage
Heiße Sommertage belasten unser Geflügel stark. Hühner, Enten, Gänse und Tauben können Wärme nur schlecht abgeben und geraten schnell in Hitzestress. Schon bei warmem Wetter (26°C) fällt es ihnen schwer, die Körpertemperatur zu regulieren. Steigen die Temperaturen wie aktuell auf über 30 °C, teils sogar über 40 °C, ist es wichtig, dass die Tiere sich selbst gut schützen können.

Für Hühner und Tauben bedeutet das vor allem Schatten, frisches Wasser und ein gut belüfteter Stall. Sie suchen bei Hitze ruhige, kühle Plätze und beginnen zu hecheln, wenn es ihnen zu warm wird. Ein schattiger Auslauf, regelmäßig erneuertes Trinkwasser und ein Stall, der nicht überhitzt, sind die wichtigsten Bausteine. Leichtes Futter hilft. Besonders gut geeignet sind wasserreiche Lebensmittel wie Wassermelone, Gurke oder Zucchini. Auch Grünfutter wie Löwenzahn oder Salat wird gern gefressen. Energiereiches Futter wie Mais und Sonnenblumenkerne, erhöht die Wärmeproduktion im Körper.

Bei Enten und Gänsen hat Wasser noch eine andere Bedeutung. Sie kühlen sich nicht nur über Hecheln und über die Füße, sondern vor allem über den Kontakt mit Wasser ab. Ein Teich oder Bassin ist deshalb die artgerechteste Lösung. Dort können sie ihren ganzen Körper befeuchten, Wärme abgeben und ihr Gefieder pflegen. Wenn kein Teich vorhanden ist, helfen große Wannen oder Becken als Ersatz. Sie ermöglichen zumindest das Eintauchen von Kopf, Hals und Füßen, was für die Regulierung der Körpertemperatur sehr wichtig ist. Für akute Hitzeperioden sind solche Becken eine wirksame und schnell umsetzbare Notlösung.

Auch der Stall sollte im Sommer möglichst kühl bleiben. Gute Durchlüftung und das Vermeiden von direkter Sonneneinstrahlung auf Dach und Wände verhindern, dass sich der Stall aufheizt.

Wenn ein Tier trotz aller Maßnahmen Anzeichen von Hitzestress zeigt (Hecheln, hängende Flügel, ausgeprägte Trägheit) braucht es sofort Hilfe. Ein schattiger Platz, hilft, den Kreislauf zu stabilisieren. Bei schweren Fällen ist tierärztliche Unterstützung notwendig.

Ein Spannbettlaken kann im Notfall schnelle Hilfe bieten. Foto: RGZV